Das Buch

Idee und Entstehung

Schon mein Großvater hatte in mir das Gefühl für und das Interesse an Literatur geweckt. Im späteren Verlauf meines Lebens wurde das Lesen zum unverzichtbaren Teil. Aber warum selber schreiben, Bücher gibt es ja wohl genug?
Auf etwas zugehen, in sich selbst sein oder einfach Mensch sein, sind Paradigmen um sich mit erlebten Dingen auseinandersetzen zu können. Wenn man sich etwas Zeit nimmt, abschalten kann vom Alltag ergibt sich oft eine Reflektion über die Jahre, die in das Land gezogen sind. Oft sind es simple Erinnerungen, die noch fast unverstaubt die ein oder andere Gehirnwindung verlassen oder es sind schräge Geschichten, die, weil ganz einfach lustig, im Nachhinein betrachtet durchaus mitteilungswürdig sind.
Wer, so wie ich selbst, mehr als zwanzig Jahre als Musiker herumgetingelt ist, kann oft auf einen reichen Schatz an Erfahrung zurückgreifen. Oft ist das allzu Menschliche die Triebfeder Dinge und Erlebtes aufschreiben zu müssen.
Schreiben an sich, heißt ja noch nicht viel, vielleicht ist es oft Selbstzweck oder bloß Energieumwandlung, meist ist eine kathartische Reinigung der Seele inbegriffen, in meinem Fall oft zu hundert Prozent.

So war es:

Ich begann erst im Herbst 2003 intensiv an dem Buch zu arbeiten. Für 2010 erwarte ich mir die Veröffentlichung.

Mit der Grazer Journalistin Renate Sattlegger konnte eine Kooperation gefunden werden. Des hast:” I schreib, sie korrigiert und reimt!”

Es ist natürlich schwierig für einen unbekannten Autor auch einen Partner zu finden, der bereit ist so ein Produkt zu veröffentlichen.
Ich bin jedoch guter Hoffnung, dass es bald klappen wird.
Der Arbeitstitel für dieses Buch ist: „Aber so ist das Leben - Warum Bob Dylan niemals in Kumberg lebte“- Eine Erklärung.

Vielleicht fragt sich der/die ein oder Andere warum so ein sperriger Titel in das Auge gefasst werden soll, irgendwas Leichteres wäre vielleicht besser, auch verkaufstechnisch. Nein, denn es sind genau genommen schriftgewordene Roadmovies, kleine kurzgefasste Filmchen in Verbindung mit Gedanken und Überlegungen zur Zeit und der Vergangenheit.
Bob Dylan ist in der Art wie er schreibt ein Vorbild, das muss ich zugeben. Er ist in seiner Musik vom Volkslied beeinflusst, genauso wie ich selbst, und hat versucht die kritische Auseinandersetzung mit einfachen Mitteln in hochpoetischen Essays zu verpacken, die wenn man will, auch dadaistische Züge bekommen können.

Dylan schreibt oft über die alten Heroes der 20er und 30er Jahre, von Woody Guthrie über Sonny Terry und Brownie McGee ebenso, wie über seine Zeitgenossen Phil Ochs, Dave van Ronck und all die Anderen. In seiner Monographie „Chronicles” tritt Dylan genau in die beschreibene Rolle des Beobachters einer real agierenden Person im Zeitraffer einer Epoche. Er beschreibt sein eigenes Leben im zyklischen Verlauf der Veränderung.
Offensichtlich kann es zu Parallelentwicklungen kommen, magische Kreise, die sich schließen und wieder öffnen.

Aus Folk und Hillbilly wurde in Amerika Country-music, bei uns wurde aus der überlieferten alpinen Musik volkstümlicher Schlager. Eine Sache die wirklich traurig ist und wohl auch bleiben wird. Es gibt sie jedoch durchaus noch immer, diejenigen, die dem alles erdrückenden Kommerz nicht Vorschub leisten müssen und können.
„ Make your own thing“, die alte Hippieweisheit. Verdammt, wie haben wir unser Ding nur gemacht? (Allen Ginsberg)

Eben diese geschilderten Ingredienzien haben auch meine künstlerischen Entwicklungen entscheidend beeinflusst.
Das Buch betreffend sei gesagt, dass es jedoch etwas sehr Österreichisches geworden ist, eigentlich durch und durch. Und das nicht nur aus der Gegebenheit heraus, dass ich hier lebe und arbeite und das sehr gerne, sondern aus dem wichtigen Bedürfnis heraus zu zeigen wie ähnlich sich Biografien, Erlebnisse und Einstellungen sein können.
Wenn man das Land und die Natur betrachtet, vielleicht manche städtische Dekadenz nobel übersieht, ergibt sich ein weiter Bogen des Schönen und Erhaltenswürdigen ebenso, wie Stoff für Nachdenken und Kritik.

Wer kennt dein Wesen, wer dein Gesicht?
Nicht das vordergründige macht Zeit und Raum erträglich, es muss bestimmt ausgefallener sein. Eine ausgefeilte Auseinandersetzung vielleicht, oder doch eher aus dem Bauch heraus?
Vielleicht ist des das richtige Cuvee aus Bauch und Hirn, welches Meilenstiefel trägt und die Wege zu Neuland öffnet.
Oft sind die Paradigmen der Gesellschaft nicht die meinen, aber so muss man damit leben und sich selbst einen Reim machen, weil es ja nicht hilft.
Ebendeshalb soll und darf die Gaudi, eben der Humor als unverzichtbare Quelle, nur ja nicht zu kurz kommen.

Wer bei Nestroy, Qualtinger oder Artmann kein Lächeln über die Lippen bekommt ist wohl, humortechnisch gesehen, ein schwerer Fall.
Seien wir froh, dass alles nicht so ernst genommen wird und es durch manchen „Schmäh“ leichter ertragbar wird.
Sehen Sie, das ist der Grund warum ich mich nicht festlegen kann, was kommt als nächstes. Ich hoffe, noch eine ganze Menge!
Viele Dinge entstehen aus der Sekunde, andere brauchen Jahre um überhaupt umgesetzt werden zu können, aber: So ist das Leben!
Es ist wertvoll, wenn feine Gedanken plötzlich Bauch und Hirn verlassen dürfen und als Buch oder Tonträger dann vorliegen. Ich freue mich darauf und auch auf die Reaktionen des geneigten Publikums.